SINN UND ZIEL DER DEUTSCHEN GESELLSCHAFT FÜR
ÄRZTLICHE HYPNOSE UND AUTOGENES TRAINING

(Sektion der International Society for Hypnosis ISH, Mitglied der European Society of Hypnosis ESH, Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften AWMF, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates Deutschsprachiger Hypnosegesellschaften WBDH und Kooperatives Mitglied der Allgemeinen Ärztlichen Gesellschaft für Psychotherapie AÄGP


Der Gründer der Gesellschaft, Prof. Dr. Dr. h.c. J. H. Schultz, hat seine Forderung, „das Seelische als biologische Höchstfunktion“ anzuerkennen (1918), Ärzten gegenüber unermüdlich wiederholt und zugleich damit eine „Psychologisierung des Arztens“ sowohl in diagnostischer als auch in therapeutischer Hinsicht, gefordert.
Die von ihm 1955 in Lindau gegründete Gesellschaft ist seit 1971 ein eingetragener Verein und

 

> fördert die Wissenschaft und die Therapiemethoden der Hypnose und des Autogenen Trainings. Ihre zur Weiterbildung befugten Mitglieder vermitteln die notwendigen Kenntnisse in Klinik und Praxis im Rahmen der allgemeinen ärztlichen Psychotherapie.

> Mitglieder der Gesellschaft vermitteln den an diesen Methoden interessierten Ärzten die Technik des Autogenen Trainings (AT), die Methodik der Hypnose (H), Kenntnisse in der Psychosomatischen Medizin, in der Psychosomatischen Grundversorgung und in der methodenorientierten Psychotherapie.


Das von J. H. Schultz inaugurierte Psychotherapiekonzept des Autogenen Trainings stützt sich auf psychologische und physiologische Fakten. Es ist als Technik relativ einfach zu vermitteln (lehr- und lernbar). Vom Arzt fordert es keine Schulgläubigkeit, sondern Aufgeschlossenheit und die Anerkennung der ganzen anthropologischen Wirklichkeit. Vom Patienten verlangt das Konzept die Bereitschaft zum regelmäßigen Üben. In der Autogenen Psychotherapie (AT-Oberstufe) werden unbewusste Konflikte bearbeitet und innerseelische Veränderungen angestrebt.

Die Hypnose diente J. H. Schultz als Ausgangserfahrung. Sie hat sich bis heute zu einem eigenständigen Psychotherapieverfahren mit kognitiver und emotionaler Aufarbeitung von Konflikten mit intrapsychischen und interaktionellen Lösungsstrategien entwickelt.

Mit dem AT eröffnet sich für Ärzte der verschiedenen Fachgebiete eine pragmatische Konsequenz aus psychosomatischen Denkansätzen der Medizin. Den Patienten wird damit ein besseres Verständnis für leibseelische Zusammenhänge und deren Bedeutung im Alltag vermittelt. Die Kombinationsfähigkeit des AT und der Hypnose mit anderen psychotherapeutischen Ansätzen ist vielfach erprobt und wissenschaftlich evaluiert.
Autogenes Training ist das am längsten bewährte "Basis-Psychotherapeutikum", die Hypnose das älteste Psychotherapieverfahren.

Die Deutsche Gesellschaft für Ärztliche Hypnose und Autogenes Training ist durch ihre Mitglieder bemüht, diese Psychotherapiemethoden weiter zu verbreiten. Durch den Rundbrief und den Versand von einschlägigen Sonderdrucken sowie durch Aus-/Weiter- und Fortbildungsangebote der Landesstellen und des Vorstandes wird die Nutzung dieser Therapiekonzepte - insbesondere bei der Psychosomatischen Grundversorgung - und der methodenorientierten Psychotherapie gefördert. Schließlich sollen anfragenden Interessenten die Anschriften der für sie erreichbaren Ärzte mitgeteilt werden, die mit dem AT / der Hypnose als Therapeut/Dozent vertraut sind.

Der Vorstand (Vorsitzender, zwei Stellvertreter, Schriftführer und Schatzmeister) ist ehrenamtlich tätig und auf eine ökonomische Führung der Vereinsgeschäfte bedacht. Mitglieder des Vorstandes beteiligen sich bei einschlägigen Fragen an der Beratung der Bundesärztekammer und der Landesärztekammern und wissenschaftlich-medizinischer Gremien. Kontakte zur europäischen (ESH) und internationalen Gesellschaft (ISH) werden gepflegt.

 

Damit setzt die Gesellschaft die von J. H. Schultz begonnene Arbeit fort:

 > Nutzung psychosomatischer Einsichten für die medizinische Diagnostik, Therapie und Forschung,

 > Verbreitung übender / suggestiver und psychotherapeutischer Verfahren, auch im Rahmen einer modernen Präventivmedizin (zur Psychohygiene im Alltag),

 > Kommunikation und Kooperation mit vorwiegend somatisch orientierten Ärzten und anderen Psychotherapeuten ebenso wie mit überwiegend psychoanalytisch/tiefenpsychologisch und verhaltenstherapeutisch ausgerichteten Ärzten und ihren Fachgesellschaften,

 > Bestätigung der Teilnahme an Kursen (Seminaren) durch entsprechende Bescheinigungen,

 > Ausstellen von Zertifikaten als Nachweis qualifizierter Weiterbildung entsprechend den Weiterbildungsrichtlinien der DGÄHAT im AT und in der Hypnose (AT-Therapeut/H-Therapeut und bei entsprechender Qualifizierung: AT-Dozent/H-Dozent).

Anfragen richten Sie bitte an
die Deutsche Gesellschaft für Ärztliche Hypnose und Autogenes Training (DGÄHAT) e.V., Postfach 1365, 41436 Neuss, Dr. med. Günter R. Clausen (1. Vorsitzender).